Die Akzentmethode

Die Akzentmethode ist eine besonders effektive Behandlungsform in der Stimmtherapie sowie bei Sprechablaufstörungen (Stottern - Poltern). Sie bietet in kurzer Zeit nachweisbare Verbesserungen. Die Methode beruht auf den physiologischen Grundlagen stimmlicher Normalfunktion und beinhaltet ein strukturiertes Vorgehen zum Therapie-Aufbau. Dieser Leitfaden wird individuell an die Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten angepasst. Bausteine der Akzentmethode sind Übungen zu Atmung, Phonation (Stimmklangerzeugung), Artikulation, Körperbewegung, Sprache und Kommunikation. Die Aspekte Wahrnehmung, Rhythmisierung und Akzentuierung unterstützen die günstige Koordination dieser Bereiche miteinander. So werden Verbesserungen in der Stimmverwendung und in den Sprechabläufen ermöglicht. Beispielsweise steigt die Elastizität im Kehlkopfgewebe, Verspannungen im Schulter-Nackenbereich lassen nach, das Sprechen wird leichter. 

 

Die Akzentmethode wurde im 20. Jahrhundert von den dänischen Wissenschaftlern Professor Svend Smith und Kirsten Thyme-Frøkjær entwickelt. Diese Entwicklung wurde permanent durch Forschung begleitet (federführend durch Professor Børge Frøkjær-Jensen). Bis heute werden regelmäßig Studien zur Wirksamkeit der Übungen durchgeführt. Somit zählt die Akzentmethode zu den am besten evaluierten Methoden im Bereich der Stimmtherapie.